Incels, Pick-Up-Artists, Rechtsextremisten. Erscheinungsformen und Ursachen des aktuellen Antifeminismus

Der Vortrag "Incels, Pick-Up-Artists, Rechtsextremisten. Erscheinungsformen und Ursachen des aktuellen Antifeminismus" von Prof. Dr. Rolf Pohl fand im Rahmen der Online – Tagung "Feindbild Frau - Antifeministen und Frauenhasser auf dem Vormarsch." am 07.10.2021 statt. Er wurde von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Syke in Kooperation mit der Arbeitsgruppe Demokratieprinzip der lag Gleichstellung-Niedersachsen veranstaltet.

 

Antifeminismus ist ein Thema, mit dem alle Akteurinnen und Akteure, die sich für Gleichstellungsthemen einsetzen, schon immer konfrontiert sind. Einer aktuellen Studie zufolge, ist das Weltbild von gut 27% der Männer und 12% der Frauen in Deutschland antifeministisch determiniert. Antifeminismus ist also ein hochaktuelles Thema, in dem sich viele bewegen: u.a. Maskulinisten, die Lebensschutz-Bewegung, rechte Bewegungen und Strömungen. Bei aller politischen und sozialen Unterschiedlichkeit der Gruppierungen und Strömungen herrscht Einigkeit darin, dass feministische Vorstellungen das konstruierte Weltbild nur stören. Dieser konstitutive Frauenhass beschert Gruppierungen Zulauf, die systematisch Gewalt- und Terrorakte gegen Frauen planen und durchführen.

Im Sinne der UN- Frauenrechtskonvention hat die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Syke in Kooperation mit der Arbeitsgruppe Demokratieprinzip der LAG Gleichstellung Niedersachsen zu einer Online-Veranstaltung mit dem Titel "Feindbild Frau - Antifeministen und Frauenhasser auf dem Vormarsch." eingeladen. Die teilnehmenden Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten wurden durch Inputvorträge von Prof. Dr. Rolf Pohl, Judith Rahner und Veronika Kracher von der Amadeu Antonio Stiftung in die Thematik eingeführt und lernten Hintergründe, Ursprünge und geschlechterreflektierende Handlungsmöglichkeiten in der Auseinandersetzung mit Frauenhassern und Maskulinisten kennen. Gleichzeitig wurden Strukturen und Herausforderungen in Niedersachsen beleuchtet. Begleitet von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus für Demokratie wurden antifeministische Bewegungen in Niedersachsen thematisiert, ein regionaler Austausch ermöglicht und Vernetzungsstrukturen geschaffen, die eine fachliche Auseinandersetzung vor Ort zulassen.

Die Aufzeichnungen der Inputvorträge von Veronika Kracher und Judith Rahner von der Amadeu Antonio Stiftung schicken wir interessierten Gleichstellungsbeauftragten bei Anfrage zu. Melden Sie sich hierfür bei: kuru@guv-ev.de

Zurück