Die fünf Modellregionen in Niedersachsen

In fünf Modellregionen wird mit Unterstützung lokaler Akteurinnen und Akteure die Vernetzung und Sichtbarmachung von Gleichstellung gefördert. Besonders die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten sind involviert. Im Hinblick auf die strukturellen Unterschiede im Flächenland Niedersachsen werden regionale Besonderheiten aufgezeigt und Lösungen sowie positive Beispiele entwickelt. Zu den Modellregionen mit den jeweiligen Themenschwerpunkten finden Sie hier weitere Informationen:

Welche konkreten Auswirkungen der Corona-Krise werden in den CEDAW Modellregionen sichtbar? Lesen Sie hier unser Interview mit Birgit Ehring-Timm, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Aurich, Modellregion Gesunde Geburt auf dem Land.

Welche konkreten Auswirkungen der Corona-Krise werden in den CEDAW Modellregionen sichtbar? In kurzen Beiträgen sollen in den nächsten Wochen anhand der fünf Themenschwerpunkte der CEDAW Modellregionen die Auswirkungen der Corona Krise auf die Gleichstellung beleuchtet werden. In Interviews berichten die Gleichstellungsbeauftragten des jeweiligen Standortes aus der Praxis. Lesen Sie hier unser Interview mit Christine Müller, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Göttingen.

Aurich/Ostfriesland

Im Rahmen des Projektes „Gleichstellung sichtbar machen – CEDAW in Niedersachsen“ wird am Modellstandort Aurich/ Ostfriesland die „Gesunde Geburt auf dem Land“ in den Blick genommen. Die Auftaktveranstaltung im April 2018 hat einen Impuls für das Thema in der Region gegeben, der inzwischen niedersachsenweit angekommen ist. Die Versorgung von Schwangeren, Kindern und Familien wird insbesondere seit Veröffentlichung der "Westersteder Erklärung" intensiv diskutiert. Es haben Folgeveranstaltungen zum Thema in der Region und zentral in Hannover stattgefunden. Auf Landesebene wurde ein Runder Tisch zur Hebammenversorgung eingerichtet und ein Bericht zur Versorgungssituation erstellt.

Göttingen

Politische Partizipation von Frauen – Ich beteilige mich!
In Göttingen wurde mit Bürgerinnen und Bürgern, Organisationen und Vereinen sowie der Politik an Strategien gearbeitet um Frauen intensiver am politischen Geschehen zu beteiligen. Dabei ging es auf der Auftaktveranstaltung einerseits um die Vorstellung der UN-Frauenrechtskonvention aber auch um die Frage zur Einführung eines Paritätsgesetzes. Am Modellstandort Göttingen wurde darüber hinaus auch über Gender Budgeting diskutiert, eine Strategie zur Haushaltsplanung mit dem Ziel, die Gleichstellung der Geschlechter voranzubringen. Politische Partizipation von Frauen bedeutet, Frauen als Interessensvertreterinnen in der Politik zu platzieren. Sie nehmen ihre Möglichkeiten wahr, politische Themen mitzubestimmen sowie Entscheidungsmacht auszuüben. Es gilt das Politikbewusstsein der Frauen zu fördern und zu verdeutlichen, dass viele private Themen auch politisch sind.

Osnabrück

Landkreis und Stadt Osnabrück sind jetzt einer von drei Modellstandorten im landesweiten Projekt „Gleichstellung sichtbar machen – CEDAW in Niedersachen“, um beispielhaft aufzuzeigen, wie das Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau umgesetzt wird und was hierzu noch erforderlich ist. Das Übereinkommen wurde 1979 getroffen und von Deutschland im Jahr 1985 ratifiziert. Die Umsetzung ist für Bund und Länder verpflichtend. Im Juni 2018 wurde in Osnabrück mit der Auftaktveranstaltung ein wichtiges Thema vor Ort und für ganz Niedersachsen stärker in den Blick genommen. Es geht um „Häusliche Gewalt“, d.h., um körperliche, sexuelle, psychische und wirtschaftliche Gewalt bzw. Gewalttaten zwischen Menschen, die in einem Haushalt zusammenleben. Ein Themenfeld, das auch die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten tagtäglich berührt. Für die Auftaktveranstaltung wurden sowohl lokale Akteurinnen und Akteure als auch das Niedersächsische Sozial- sowie das Innenministerium und die wissenschaftliche Ebene eingeladen.

Schaumburg

Die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf stand am 28.05.2019 im Landkreis Schaumburg im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung des Projektes "Gleichstellung sichtbar machen - CEDAW in Niedersachsen". Teilnehmende u.a. aus den Bereichen Politik, Verwaltung, Wohlfahrtsverbände und Frauenorganisationen kamen zusammen, um sich intensiv mit der UN-Frauenrechtskonvention sowie der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf auseinanderzusetzen. Dabei standen die Themenbereiche "Väter", "Wiedereinstieg" und "Pflege" im Mittelpunkt der Diskussionsrunden.

Stade

Am 27. Juni 2019 eröffnete die Gleichstellungsbeauftragte der Hansestadt Stade die Veranstaltung mit einem Impuls zur finanziellen Sicherung von Frauen und der Beteiligung der Stadt Stade als Modellregion des Projekts "Gleichstellung sichtbar machen - CEDAW in Niedersachsen". Rund 100 Besucherinnen und Besucher kamen in den Veranstaltungsräumen der Seminarturnhalle zusammen und widmeten den Tag der "Beseitigung der Diskriminierung der Frau im Berufsleben". Darin beinhaltet sind das "Recht auf Arbeit", Chancengleichheit, die "freie Berufswahl" sowie "das Recht auf gleiches Entgelt" (UN-Frauenrechtskonvention, Art. 11).