Projekte im Jahr 2021

Im Jahr 2021 konnten kommunale Gleichstellungsbeauftragte aus Niedersachsen Anträge auf eine Förderung für eigene Veranstaltungen und Maßnahmen beim Projektträger Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. stellen. Neben den Themenschwerpunkten "Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf" und "Existenzsicherung von Frauen" konnten Anträge zu den Themen "Häusliche Gewalt", "Politische Partizipation von Frauen" und "Gesunde Geburt auf dem Land" eingereicht werden.

Landkreis Harburg

Als die UN-Frauenrechtskonvention 1979 verabschiedet wurde, spielte das Thema "Digitalisierung" keine Rolle. 40 Jahre später hat sich in dieser Hinsicht sehr viel getan. Auch der 3. Gleichstellungsbericht der Bundesregierung setzt sich intensiv mit dem Thema Digitalisierung auseinander und fordert ein kooperatives Vorgehen der Akteurinnen und Akteure die im Themenfeld geschlechtsbezogener / digitaler Gewalt tätig sind. Diesem Ansinnen möchte sich die Gleichstellungsbeauftragte gemeinsam mit dem Netzwerk gegen häusliche Gewalt im Landkreis Harburg stellen.

Dieses Projektvorhaben ist darauf ausgerichtet, das Netzwerk gegen häusliche Gewalt im Landkreis auch digital sichtbar zu machen. Den ersten Schritt machte das Netzwerk im Jahr 2020. In einer Fortbildung beschäftigten sich die Netzwerkpartner:innen damit @digital zu gehen (strategische Umsetzung). Das Projekt soll als "Modellprojekt" dienen, eine Übertragbarkeit auf andere Netzwerke in Niedersachsen wird angestrebt.

Ziel ist, die digitalen und analogen Kanäle der Unterstützungssysteme zu verknüpfen und damit eine einfachere und niederschwellige Erreichbarkeit zu schaffen und gleichzeitig die Gesellschaft zu sensibilisieren. Hierfür wurden verschiedene Social-Media Accounts/Kanäle eingerichtet: Instagram (@gemeinsamgegenhaeuslichegewalt), YouTube (GemeinsamGegenHaeuslicheGewalt), Twitter (@gghglkh), TikTok (@gghglkh) und Facebook (@GemeinsamGegenHaeuslicheGewalt oder Gemeinsam gegen häusliche Gewalt im Landkreis Harburg). Auch die Internetseite des Netzwerkes wird aktualisiert. Die Accounts werden regelmäßig mit themenrelevanten Beiträgen bespielt.  

Neben dem zukunftweisenden Internetauftritt organisierte der Landkreis zwei Veranstaltungen rund um das Thema Häusliche Gewalt:

Unter dem Titel „Partnerschaftsgewalt und die Situation der Kinder – Entwicklungsrisiken für Kinder im Kontext von Partnerschaftsgewalt und Kinderschutz“ wurde der Blick auf die Situation der Kinder gelenkt und zur Diskussion um eine gute Kooperation im Kinderschutz angeregt. Die Veranstaltung richtete sich vornehmlich an Fachkräfte.

„Jeden 3. Tag – Femizid“ so lautete der interdisziplinäre Fachtag im November 2021, der das Thema „FEMIZIDE“ aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtete. Gemeinsam mit den Referent:innen wurde u.a. die Berichterstattung in den Medien, die rechtliche Einordnung (Strafverfolgung etc.), der Zusammenhang von Gewalt und Geschlecht sowie die Arbeit mit den Tätern in den Blick genommen und mit den Teilnehmer:innen diskutiert. Hierbei wurde deutlich, dass Gewalt gegen Frauen immer noch verharmlost wird, indem von Beziehungstaten, Verbrechen aus Leidenschaft oder Familiendramen geredet wird.

Stadt Seelze

„Schatten- Dasein" - Betroffenen Frauen eine Bühne geben und ins Licht setzen, so lautete die Aktion der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Seelze in Kooperation mit dem Seelzer Runden Tisch gegen häusliche Gewalt. Gemeinsam mit dem Street-Art Künstler Ole Görgens vom Sprühwerk Hildesheim wurde an zwei Aktionstagen das Thema „Häusliche Gewalt“ künstlerisch aufgearbeitet und öffentlichkeitswirksam in Szene gesetzt. Unter anderem wurde auf Gehwegen und dem Rathausplatz mithilfe von Schablonen und Sprühkreide Abbildungen von Heftpflastern gesprüht. Die Straßenkunst symbolisierte die Verletzungen von Gewaltbetroffenen und regte zum Hinschauen und Nachdenken an. Passanten wurden animiert sich an der Aktion zu beteiligen.

Eine Licht-Fassaden-Videoprojektion der Rathausfassade der Stadt Seelze in Orangetönen (Aktion Orange Days) und mit Schriftzügen rund um das Thema Gewalt gegen Frauen wurde das Projekt „Schatten- Dasein" buchstäblich ins „Licht“ und einen akzentuierten Abschluss gesetzt. Frauen die Opfer von Gewalt sind/wurden, erfuhren durch das künstlerische Gesamtprojekt, dass sie nicht allein sind, dass sie wahrgenommen werden und dass sie Hilfe und Unterstützung erhalten können. So werden die örtlichen und bundesweiten Hilfsangebote auf witterungsbeständigen Tafeln vom 25.11.2021 bis zum 10.12.2021 an den Aktionsorten öffentlichkeitswirksam platziert. Im Anschluss an den zweiten Aktionstag lud die Gleichstellungsbeauftragte Teilnehmende aus Politik und Verwaltung zu einem „Come-Together“ in der Rathauskantine ein um die aktuelle Situation in Seelze zu besprechen und sich auszutauschen.

Mehr über die Aktion „Schatten-Dasein“ und Hilfsangebote erfahren Sie in einem Video auf YouTube.

Aktion „Schatten-Dasein“

Landkreis Cuxhaven

Digitale Gewalt - Was kann ich tun?
Digitale Formen von Gewalt sind kein eigenes Phänomen, sondern in der Regel eine Fortführung von Gewaltverhältnissen, die wir auch sonst in patriarchalen Strukturen sehen: Stalking, Bedrohung, Erpressung, Herabsetzung von Frauen und Personen, die sich nicht in das Raster von Zweigeschlechtlichkeit fügen, kennen wir schon lange im „analogen“ Leben. Für all diese Gewaltformen gibt es inzwischen auch eine digitale Entsprechung. Technische Hilfsmittel wie Mobiltelefone und Spionage-Apps werden zur Überwachung und Kontrolle eingesetzt, intime Aufnahmen werden ohne Zustimmung der Gezeigten auf Pornoplattformen hochgeladen oder Kontaktanzeigen werden gefälscht, um Terror auszuüben. Die Dynamiken, die sich dabei entfalten können, sind sehr wohl neu. Oft ist es für Betroffene sehr schwer, sich zur Wehr zu setzen – denn die Rechtslage kommt den aktuellen Entwicklungen nur schleppend hinterher.

Wer diese Gewalt ausübt und wie oft sie vorkommt, dazu gibt es bislang in Deutschland so gut wie keine Erkenntnisse. Aussagekräftige Studien fehlen und die Kriminalstatistik kann kaum herangezogen werden, die Dunkelziffer ist hoch.

Die Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Cuxhaven, der Frauenrat, die Landfrauen und der Arbeitskreis häusliche Gewalt unterstützen die Aufklärungskampagne zur „digitalen Gewalt“, um betroffene auf Hilfsangebote hinzuweisen. Unter dem Titel: „Digitale Gewalt - Was kann ich tun?“ wurde an zwei Terminen ein Workshop für Fachkräfte und am 01.07.2021 für ein breites Publikum veranstaltet. Die Referentin Chris Köver hat in einem zweistündigen Videoseminar zur digitalen Gewalt und ihren Formen informiert und aufgeklärt. Unter anderem wurden Möglichkeiten aufgezeigt, wie sich Betroffene wehren können, aber auch die Schwierigkeiten in der behördlichen Ermittlung und Justiz diskutiert. Mehr dazu unter www.landkreis-cuxhaven.de/cedaw

Landkreis Osterholz

In Kooperation mit allen Gleichstellungsbeauftragten im Landkreises Osterholz möchte die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises die Gleichstellungsarbeit und gleichstellungspolitische Themen stärker sichtbar machen. Ziel ist es, durch die verstärkte Heranziehung von sozialen Medien ihre Reichweite als Gleichstellungsbeauftragte zu steigern, gleichstellungs-relevante Themen leichter für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und die Vernetzung innerhalb des Landkreises zu gewährleisten. Eine gemeinsame Facebookseite „GleichstellungStärken“ wurde hier als Medium genutzt.

In diesem Projektjahr konzentrieren sie sich insbesondere auf den Themenschwerpunkt „Politische Partizipation von Frauen“ und initiieren verschiedene Aktionen.

Im Mai haben die Gleichstellungsbeauftragten der Gemeinden Lilienthal, Worpswede, Grasberg, Schwanewede, der Stadt Osterholz-Scharmbeck und des Landkreises Osterholz zum Wahljahr 2021 Postkarten gestaltet, die speziell Frauen an ihr Wahlrecht erinnern und zum Wählen ermutigen sollen. Die Kreistagsabgeordneten haben ein kurzes Statement zur Frage: „Was bedeutet für Sie politische Partizipation?“ abgeben (zu sehen auf der Facebookseite "GleichstellungStärken") und ein Film zum Themenschwerpunkt „Politische Partizipation von Frauen“ rundet die Projektphase ab. Der Film "MöglichMACHERIN von morgen" zeigt die Bedeutung und Möglichkeiten der politischen Teilhabe von Frauen auf. Gleichzeitig erhoffen sich die mitwirkenden Gleichstellungsbeauftragten, viele Frauen zur stärkeren Beteiligung an politischen Prozessen zu motivieren.

Stadt Syke

Antifeminismus ist ein Thema, mit dem alle Akteurinnen und Akteure, die sich für Gleichstellungsthemen einsetzen, schon immer konfrontiert sind. Einer aktuellen Studie zufolge, ist das Weltbild von gut 27% der Männer und 12% der Frauen in Deutschland antifeministisch determiniert. Antifeminismus ist also ein hochaktuelles Thema, in dem sich viele bewegen: u.a. Maskulinisten, die Lebensschutz-Bewegung, rechte Bewegungen und Strömungen. Bei aller politischen und sozialen Unterschiedlichkeit der Gruppierungen und Strömungen herrscht Einigkeit darin, dass feministische Vorstellungen das konstruierte Weltbild nur stören. Dieser konstitutive Frauenhass beschert Gruppierungen Zulauf, die systematisch Gewalt- und Terrorakte gegen Frauen planen und durchführen.

Im Sinne der UN- Frauenrechtskonvention hat die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Syke in Kooperation mit der Arbeitsgruppe Demokratieprinzip der LAG Gleichstellung Niedersachsen zu einer Online-Veranstaltung mit dem Titel "Feindbild Frau - Antifeministen und Frauenhasser auf dem Vormarsch." eingeladen. Die teilnehmenden Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten wurden durch Inputvorträge von Prof. Dr. Rolf Pohl, Judith Rahner und Veronika Kracher von der Amadeu Antonio Stiftung in die Thematik eingeführt und lernten Hintergründe, Ursprünge und geschlechterreflektierende Handlungsmöglichkeiten in der Auseinandersetzung mit Frauenhassern und Maskulinisten kennen. Gleichzeitig wurden Strukturen und Herausforderungen in Niedersachsen beleuchtet. Begleitet von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus für Demokratie wurden antifeministische Bewegungen in Niedersachsen thematisiert, ein regionaler Austausch ermöglicht und Vernetzungsstrukturen geschaffen, die eine fachliche Auseinandersetzung vor Ort zulassen.

Die Aufzeichnungen der Inputvorträge von Veronika Kracher und Judith Rahner von der Amadeu Antonio Stiftung schicken wir interessierten Gleichstellungsbeauftragten bei Anfrage zu. Melden Sie sich hierfür bei: kuru@guv-ev.de. Den Vortrag von Prof. Dr. Pohl können Sie hier abrufen.

Stadt Wolfenbüttel

Häusliche Gewalt, das heißt Gewalt in der Familie, Ehe oder Partnerschaft ist ein Thema das alle betrifft. Jede Frau, jedes Mädchen unabhängig von Kultur, sozialer Herkunft oder Lebensweise kann betroffen sein. Viele Kinder wachsen in einer Familie auf, in der häusliche Gewalt das Familienleben bestimmt. Fast jeden 2. Tag wird eine Frau in Deutschland von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Jede 3. Frau in Deutschland erlebt mindestens einmal in ihrem Leben Gewalt. Die Zahlen belegen, dass dieses Thema uns alle angeht.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wolfenbüttel hat im Rahmen des CEDAW-Projektes eine Veranstaltung zum Thema Gewalt gegen Frauen organisiert. Ziel der Veranstaltung war es die Teilnehmeri:innen zum Thema „Gewalt gegen Frauen“ zu sensibilisieren, Aufmerksamkeit zu schaffen und gleichzeitig Unterstützungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Ingrid Haas, Professorin für Kriminologie und Viktimologie hat mit einem Inputvortrag in das Thema eingeführt und aufgezeigt, dass häusliche Gewalt überall passiert und unterschiedlich auftreten kann. Die Referentin betonte vor allem die Bedeutung der Präventions- und Aufklärungsarbeit bei der Bekämpfung von Gewalt an Frauen. Anschließend folgte eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Thematik durch das Solo-Theaterspiel „Die Wortlose“, aufgeführt von der Berliner Schauspielerin Susann Kloss. (Mehr auf der Website von Susann Kloss.)

Begleitet wurde die Veranstaltung durch themennahe Beratungsstellen, die vor und nach dem Inputvortrag und Theaterstück den Teilnehmer:innen in einer Marktplatz-Situation ihre Angebote und regionale Hilfesysteme vorgestellt haben. Die Teilnehmer:innen konnten sich hier Informationen einholen, Erfahrungen austauschen und sich vernetzen. Der Zusammenhang zwischen der UN-Frauenrechtskonvention und Gewalt gegen Frauen wurde durch die CEDAW-Ausstellung, die im Veranstaltungsort zu sehen war, sichtbar gemacht. Um dieses Thema weiterhin in der Öffentlichkeit präsent zu halten und einen Bewusstseinswandel voranzutreiben, können Betroffene in einem online-Buch auf der Website der Stadt Wolfenbüttel ihre Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt mit anderen teilen.

Landkreis Oldenburg

In Zusammenarbeit mit den Städten Delmenhorst und Oldenburg und der ExistenzgründungsAgentur für Frauen hat die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Oldenburg eine Studie zum Gründungsverhalten von Frauen und ihre Nachhaltigkeit im Oldenburger Land herausgebracht. Mittels einer Umfrage wurden empirische Daten erhoben und anhand dieser Potenziale und Hürden der Selbstständigkeit als Möglichkeit der Existenzsicherung von Frauen herausgearbeitet und beleuchtet. Ergänzend wurden Gründerinnenportraits aus der Projektregion herangezogen, die gemeinsam mit den ermittelten Daten die Vielfalt weiblicher Gründungsaktivitäten abbilden.

Die Studie kann in gedruckter Form bei Claudia Becker, Projektleitung und Geschäftsführerin des Trägervereins Frauen und Wirtschaft, (Tel. 04431/85548) angefordert werden oder steht Ihnen hier zum Download als pdf-Datei bereit.

Landkreis Göttingen

Der Landkreis Göttingen führte in Kooperation mit „Fem*ily – Feministische Familienvisionen“ (Arbeitsgemeinschaft) eine digitale Veranstaltungsreihe zum Themenschwerpunkt „Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf“ durch. Ziel war es, auf die besonderen Herausforderungen von Familien und Kindern oder zu pflegenden Angehörigen hinzuweisen und gemeinsam zu diskutieren. Gleichzeitig sollten neue Strategien des Zusammenlebens erkundet werden, die Familien ökonomisch, sozial und emotional entlasten können.

Die digitale Veranstaltungsreihe begann mit dem Vortrag „Unsichtbarer Stress und Folgen für Betroffene“ von Laura Fröhlich, Autorin des Buches „Die Frau fürs Leben ist nicht das Mädchen für alles!“. Der inhaltliche Fokus lag auf der Mikroebene: der Familie. So wurden in diesem Zusammenhang Lösungsansätze für eine gerechte Aufteilung von Aufgaben und Verantwortung rund um Kinderbetreuung, Haushalt und Familienorganisation diskutiert. Wie kann eine Familie so organisiert werden, dass weniger mentale Belastung (Mental Load) entsteht? – war hierbei die Leitfrage.

Es folgte die Veranstaltung „Belastete Familien und Pflegende – Ursache, Folgen und Lösungsideen eines Systemfehlers“ mit Dr. Sonja Bastin vom Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik, Universität Bremen. Die Referentin verdeutlichte hier auf welche strukturellen Barrieren Sorgearbeit in der Gesellschaft stößt und thematisierte in diesem Zusammenhang u.a. die ungleiche Verteilung der unbezahlten und bezahlten Care-Arbeit zwischen Männern und Frauen. Auch die Belastungen der Sorgetragenden in Zeiten der Corona Pandemie wurden diskutiert. Den Abschluss bildeten Constanze Schwärzer-Dutta (Netzwerk Reproduktive Gerechtigkeit) und Derya Binışık (Gunda-Werner-Institut) mit ihrem Beitrag „Reproduktive Gerechtigkeit – Eine Einführung“.  Thematisiert wurde die Bedeutung des selbstbestimmten Umgangs mit dem Körper und der Familienplanung für die Gleichberechtigung aller gesellschaftlichen Gruppen.

Neben dem thematischen Schwerpunkt der „Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf“ wurde in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Osterode am Harz, Astrid Seelen, eine Veranstaltung zum Thema „Digitale Gewalt… Was hat die UN-Frauenrechtskonvention mit dem Thema Gewalt zu tun?“ organisiert. Dem Titel entsprechend wurde zunächst die UN-Frauenrechtskonvention mit dem Fokus Gewalt gegen Frauen den Teilnehmer:innen vorgestellt. Anschließend führte die Referentin Katharina Mosene von Netzforma* e.V. die Teilnehmenden in das Thema „Digitale Gewalt“ ein: Was ist digitale Gewalt? Was sind Formen von digitaler Gewalt? Wie und wo können sich Betroffene Unterstützung holen? Was ist die rechtliche Lage? Diese Fragen und mehr wurden diskutiert. Abgerundet wurde diese Veranstaltung durch die Darstellung der regionalen Hilfsangebote für Betroffene vor Ort.  

Landkreis Vechta

„Ein Monat gegen Gewalt an Frauen“ – So lautet der Titel, der von der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Vechta in Zusammenarbeit mit anderen Kommunen des Landkreises, geplanten Veranstaltungsreihe. Mit verschiedenen Aktionen haben die Gleichstellungsbeauftragten und weitere Kooperationspartner die Frauenrechtskonvention sowie das Thema "Gewalt gegen Frauen" in das öffentliche Bewusstsein gerückt und unterschiedliche Gruppen angesprochen:

Der Umgang mit körperbezogenen Diskriminierungen wurde in der Fortbildung „Lookismus“ behandelt. Die Veranstaltung richtete sich an Fachkräfte in der Arbeit mit Jugendlichen und wurde von FUMA, der Fachstelle für Gender und Diversity, begleitet. Die Teilnehmenden wurden in das Thema „Bodyismus“, die Diskriminierung und Erkrankung von Mädchen aufgrund vorherrschender Körper- und Schönheitsnormen, eingeführt.

Am Mädchen-Wochenende „Like a girl“ wurden Mädchen- und Frauenbilder, die in der deutschen Rap- und HipHop-Szene suggeriert werden, mit teilnehmenden jungen Frauen reflektiert und intensiv diskutiert.     

Daneben organisierten die Gleichstellungsbeauftragten verteilt im Landkreis Vechta Stadtführungen im Dunkeln – Nightwalks „Furcht-Los durch die Nacht“- unter Betreuung/Führung einer Selbstbehauptungstrainerin. Dabei wurden bestimmte „Angst-Orte“ besucht und „Angst-Situationen besprochen“: Woher kommt die Angst? Wie kann die Angst mir helfen? Was kann ich dagegen tun? Und vieles mehr.

Eine Lesung („Luzies Erbe) und ein Kinofilm („Festung“) mit Bezug auf geschlechtsspezifische Gewalt vollendeten die Veranstaltungsreihe.

Leider wurde der Selbstbehauptungskurs 50+ aufgrund der aktuellen Situation abgesagt. Geplant war ein Workshop, der abgestimmt auf die Bedürfnisse und Lebenserfahrungen von Frauen ab 50 Jahren ein Rüstzeug für ein selbstsicheres und schlagfertiges Auftreten vermitteln wollte.

Gemeinde Rosdorf

Frauen arbeiten eigentlich immer, ob im Beruf oder in der Familie, von hochbezahlt bis unentgeltlich. Sie nehmen Einfluss auf alle Bereiche des Lebens, sind Entscheidungsträgerinnen sowohl im Beruf als auch in Partnerschaft oder Familie. Wenn es aber um ihre eigene Geldanlage geht, verschieben sie das Entscheidungen treffen lieber auf später. Vor allem durch die Corona-Pandemie rückt das Thema Finanzen bei vielen in den Fokus, bringt aber auch Unsicherheiten und Fragen mit sich: Reichen meine Rücklagen? Wirkt sich die Krise auf meine Altersvorsorge aus? Was kann ich für meine finanzielle Unabhängigkeit tun? Um diese Fragen und mehr gemeinsam zu bearbeiten, organisierte die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Rosdorf in Kooperation mit der Gemeinde Friedland die Veranstaltungsreihe „Finanzkurs für Frauen von Frauen“. An drei Terminen hat die langjährige selbstständige Finanzberaterin Friederike Fuchs den interessierten Teilnehmerinnen Finanzwissen vermittelt, Impulse gegeben und Raum für Austausch geschaffen.

Schwerpunkte der Veranstaltungen waren Frauen und Altersvorsorge, Schritte zum Vermögensaufbau, Definition von Anlagezielen und die Einführung in Finanzbegriffe wie Niedrigzins, Inflation, Zinseszins etc. Gleichzeitig erfuhren die Teilnehmer:innen worauf es beim (nachhaltigen) Investieren ankommt.

§ 218 – Wieviel Freiheit haben wir wirklich?

Anlässlich der 150 Jahre §218 veranstalte das Netzwerk Frauen/Mädchen und Gesundheit Niedersachsen die Online-Veranstaltung zum Thema: „§ 218 – Wie viel Freiheit haben wir wirklich?“.

Der Schwangerschaftsabbruch ist im Strafrecht geregelt. Obwohl er heutzutage in Deutschland trotz des bestehenden § 218 nicht grundsätzlich strafrechtlich verfolgt wird, haben es Frauen* (gemeint sind auch nichtbinäre, trans* und inter* Personen, die schwanger werden können) schwer, kurzfristig eine Arztpraxis oder Klinik für einen Schwangerschaftsabbruch zu finden. Denn Ärzt*innen wird es sehr erschwert zu informieren, dass sie Schwangerschaftsabbrüche vornehmen.

Vor 150 Jahren wurde der Abtreibungsparagraph 218 in die deutsche Strafgesetzgebung aufgenommen. Seit Bestehen dieses Paragraphen gab und gibt es Widerstand mit zum Teil schwerwiegenden Konsequenzen. Denn noch immer ist der § 218 Ausdruck männlicher Dominanz, staatlicher Kontrolle und Sanktionierung unzähliger Frauen*, begleitet von Denunziantentum bis hin zu Morddrohungen gegenüber Ärzt*innen durch sogenannte Lebensschützer*innen.

Im Rahmen der Online-Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit dem Apollo-Kino in Hannover der Film „Aufbruch in die Freiheit“ von Isabel Kleefeld gezeigt. Der Film spielt in den frühen 70er Jahren des letzten Jahrhunderts und zeigt die Perspektive der betroffenen Frauen und ihren Protest.

In der anschließenden Diskussionsrunde erläuterten die Autorinnen Andrea Stoll und Heike Fink, die engagierte Ärztin Kristina Hänel, die Geschäftsführerin von pro familia Niedersachsen Uta Engelhardt, die mit dem Juliane-Bartel-Preis ausgezeichnete Autorin Dr. Gaby Mayr sowie die Juristin Prof. Dr. Maria Wersig Hintergründe und Konsequenzen. Gemeinsam wurde ein politischer Ausblick diskutiert.

Projekte im Jahr 2020

Im Jahr 2020 konnten aufgrund der Corona Pandemie nicht alle Projekte stattfinden, bzw. mussten verändert werden. Hier eine erste Übersicht. Beispielhaft stellen wir an dieser Stelle noch Projekte vor.

Beispielhaft | Stadt Vechta

Mehr Frauen in die Politik
Via Live-Stream über den YouTube-Kanal der Stadt Vechta fand am 27. Oktober 2020 der Rathaus-Talk „Ich bin dabei – Frauen machen Stadtpolitik“ statt. Bürgermeister Kristian Kater und Gleichstellungsbeauftragte Andrea Schlärmann haben zu dieser Veranstaltung eingeladen, um auf die Unterrepräsentanz von Frauen in der Kommunalpolitik aufmerksam zu machen und Frauen dazu zu ermutigen, sich politisch zu engagieren. Anlass sind die Wahlen im kommenden Jahr. Bürgermeister Kater machte in seinem Grußwort deutlich, dass Politik den Querschnitt der Gesellschaft abbilden solle. Aktuell seien aber nur 15,6% der Mandate des Rates der Stadt Vechta von Frauen besetzt. „Bei der nächsten Wahl muss das besser werden“, sagte Kater.

Die 15,6% Frauen des Rates der Stadt Vechta, das sind die fünf Ratsfrauen Jana Bröker, Simone Göhner, Dr. Christa Kiene-Schockemöhle, Frauke Preuß und Anja Sommer, die am Veranstaltungsabend live die Fragen der Moderatorin und der Zuschauerinnen und Zuschauer beantworteten. Die fünf Ratsfrauen berichteten von ihren Anfängen in der Politik und ihrem Umgang damit, eine öffentliche Person zu sein. Sie gaben spannende Einblicke in die Ratsarbeit und betonten, wie wichtig die Unterstützung aus dem politischen Netzwerk, zumeist der eigenen Partei, für die politische Arbeit sei. Auch wenn es nicht immer einfach sei, Beruf, Familie und Politik zu vereinbaren, war für alle Ratsfrauen klar: „Es lohnt sich!“ Vor allem die Freude, die eigene Stadt aktiv mitzugestalten zu können, motiviere die fünf Frauen. Den über 80 aktiven Zuschauerinnen und Zuschauer des Live-Streams machten sie Mut, sich mehr zuzutrauen und sich politisch zu engagieren.

Interessierte können sich die Aufzeichnung des Rathaus-Talks „Ich bin dabei – Frauen machen Stadtpolitik“ auf dem YouTube-Kanal der Stadt Vechta unter folgendem Link https://www.youtube.com/user/stadtvechta ansehen.

Beispielhaft | Stadt Seelze

Vom 21.- bis 29. Oktober 2020 fanden in der Stadt Seelze sogenannte Nightwalks statt. Bei Nightwalks handelt es sich um geführte Spaziergänge in der Dunkelheit, um Stellen, die insbesondere bei Frauen Unbehagen, ein Gefühl von Unsicherheit oder Ängste auslösen, aufzusuchen und sichtbar zu machen. Im Rahmen der Nightwalks hat die Lichtkünstlerin Claudia Wissmann in kleinen Gruppen mit Frauen und Mädchen sowie Mitarbeiterinnen des städtischen Bauamtes diese Bereiche in der Stadt in abendlichen Spaziergängen aufgesucht und ist dem Gefühl der Unsicherheit auf verschiedenen Ebenen entgegengetreten - und hat dabei buchstäblich Licht ins Dunkel gebracht. Dabei nutzte Wissmann lichtkünstlerische sowie theaterpädagogische Elemente, um Empfindungen wie Unbehagen und Ängste abzumildern und eine nachhaltige Wirkung zu erreichen.
Ziel des Projektes war es, Frauen an der Gestaltung ihres persönlichen Nahraums partizipieren zu lassen. Es ging in erster Linie darum, ein Bewusstsein für (Un)Sicherheitsempfinden zu schaffen und betroffenen Frauen das Gefühl der Machtlosigkeit zu nehmen, indem sie die Räume anders erleben und erfahren konnten: Sie wurden zu aktiven Gestalterinnen!

Der gesamte Prozess wurde fotografisch und dokumentarisch festgehalten und Mithilfe von mehreren kreativen Prozessen aufgearbeitet.
Das Projekt wurde durch Fotos und durch die Verschriftlichung der Erlebnisse und Wahrnehmungen dokumentiert. Eine Auswahl von fünf erlebten und gestalteten Orten der Projektteilnehmerinnen wurde in eine ausstellungsgerechte Form verarbeitet. Das entstandene Ausstellungsformat wurde in die CEDAW Ausstellung integriert und in Seelzes Stadtzentrum gezeigt. Eine öffentlichkeitswirksame Ausstellungseröffnung mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Ehrenamt und den teilgenommenen Frauen war geplant. Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Ausstellungseröffnung in kleinerem Rahmen stattfinden. Dennoch stieß das Projekt auf großes öffentliches Interesse bei Bürgerinnen und Bürgern sowie der Presse. Das Projekt wurde von Seelzes Gleichstellungsbeauftragter Gabriele Giesche in Kooperation mit der Frauenberatungsstelle der AWO Region Hannover durchgeführt.

Beispielhaft | Landeshauptstadt Hannover

Über 400 Frauen folgten am 06. März 2020 der Einladung der Gleichstellungsbeauftragten Friederike Kämpfe zur Frauenvollversammlung der Landeshauptstadt Hannover unter dem Motto „Tatort Frauenrechte – International.National.Kommunal“. Nach einer Begrüßung durch die Gleichstellungsbeauftragte, Oberbürgermeister Belit Onay und GPR-Vorsitzende Karin Gödecke folgte der Vortrag „FrauenMenschenRechte in der Kommune“ von Ulrike Lembke, Professorin für Öffentliches Recht und Geschlechterstudien der Humboldt Universität zu Berlin und frisch ernannte Richterin am Verfassungsgericht Berlin. In ihrem eindrucksvollen Vortrag schaffte es die Referentin die UN-Frauenrechtskonvention und ihre Bedeutung für die Geschlechtergerechtigkeit auf internationaler, nationaler und vor allem auf kommunaler Ebene greifbar zu machen. „CEDAW – das ist Revolution durch Recht!“ betonte Lembke dabei und verdeutlichte um welch ein wichtiges Instrument zur Gleichstellung es sich bei der UN-Frauenrechtskonvention handelt.
Nach einer Pause, die von den Frauen zum Netzwerken, Diskutieren und zum Besuch der Ausstellung über die UN-Frauenrechtskonvention genutzt wurde, fand eine Podiumsdiskussion zu Berührungspunkten von CEDAW in den (Frauen-)Beratungsstellen in Hannover und der Verwaltung der Landeshauptstadt Hannover statt.

Beispielhaft | Landkreis Göttingen

Die Kreisverwaltung Göttingen hat sich im Jahr 2020 der Fortschreibung der Richtlinie „Vereinbarkeit von Beruf und Familie gewidmet. Hintergrund: Der Landkreis Göttingen hat eine, vor ca. 10 Jahren vom Kreistag verabschiedete, Richtlinie zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Kreisverwaltung Göttingen. Diese Richtlinie sollte aus Gleichstellungsperspektive dringend fortgeschrieben und weiterentwickelt werden. Im Jahr 2020 sollte daher das CEDAW-Schwerpunktthema „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ dazu genutzt werden, in einer Projektgruppe der Kreisverwaltung mit externer Beratung und Moderation die Richtlinie neu zu fassen und ein Leitbild „Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Kreisverwaltung Göttingen“ zu entwickeln. Geplante Erzählcafés in den Städten und Gemeinden im Landkreis Göttingen mussten Corona bedingt leider ausfallen. Es war geplant niedrigschwellige Infoveranstaltungen zu den fünf CEDAW Schwerpunktthemen durchzuführen. Eine Projektgruppe im Kreishaus hat aber an der Überarbeitung der Richtlinie weitergearbeitet.

Projekte im Jahr 2019

Neben den Modellregionen konnten im Jahr 2019 weitere Kommunen am Projekt partizipieren und eigene Veranstaltungen oder Maßnahmen umsetzen. Eine thematische Ausrichtung an den fünf Themenschwerpunkten sowie der Bearbeitung der Frauenrechtskonvention stand im Mittelpunkt der Projekte. Im Jahr 2019 konnten so neben den fünf Modellstandorten noch 20 weitere kommunale Projekte mit z.T. vielfältigen Kooperationspartnern am Projekt „Gleichstellung sichtbar machen – CEDAW in Niedersachsen“ teilnehmen, neue Netzwerke erschließen und im interdisziplinären Austausch gleichstellungspolitische Themen intensiv bearbeiten. Im folgenden finden Sie beispielhaft für die kommunalen Projekte einige Informationen.

Beispielhaft | Lüneburg

In Lüneburg hat eine Veranstaltungsreihe unter dem Motto der "Lüneburger Herbst der UN-Frauenerechtskonvention" stattgefunden. Es wurden verschiedene Veranstaltungen zu den Schwerpunktthemen politische Partizipation, häusliche Gewalt sowie Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf angeboten.

Beispielhaft | Landkreis Harburg

Genitalverstümmelung sichtbar machen - So lautete der Titel einer Fachtagung, die am 26. November 2019 im Kreishaus in Winsen stattfand. Ziel der Veranstaltung war das Thema Genitalverstümmelung zu enttabuisieren, die unterschiedlichen Fachdisziplinen zu informieren und zu sensibilisieren. Zeitgleich wurden Impulse für weitere (Denk-)Prozesse und die Entwicklung von Handlungsstrategien gegeben, die sich aus der Vernetzung heraus ergeben haben. Die Ausstellung zur Frauenrechtskonvention wurde rund im den Fachtag im Kreishaus gezeigt.

Beispielhaft | Landkreis Verden

Die Frauenrechtskonvention sichtbar machen im Landkreis Verden - das war das Ziel einer Veranstaltungsreihe im gesamten Kreisgebiet. Den Auftakt machte ein Vortrag am 12.09.2019 im Kreisfrauenrat des Landkreises Verden. Dieser ist ein Gremium von Frauenverbänden und –Initiativen, Gewerkschaften, Kommunen und Parteien, die gesellschaftlich relevante Fragen aus dem Blickwinkel von Frauen aufgreifen. Die Ausstellung „Gleichstellung sichtbar machen“ wurde im Rahmen dieser Tagung gezeigt.

Beispielhaft | Stadt Braunschweig

Im Mai 2019 fand in Braunschweig eine Podiumsdiskussion zum Thema: Gute Geburt! In Braunschweig eine Glücksache? statt.
In den Schwangerenberatungsstellen wurde in den letzten Jahren die unzureichende Versorgung rund um Schwangerschaft und Geburt in Braunschweig
immer häufiger in den Beratungssgesprächen thematisiert. Sowohl die ausreichende Hebammen- und Gynäkologinnenversorgung als auch die Versorgung in den Kliniken sei zunehmend nicht mehr gewährleistet. So sei das Nationale Gesundheitsziel „Gesundheit rund um Schwangerschaft und Geburt“ nicht zu erreichen. Auch nach der internationalen Frauenrechtskonvention (CEDAW) Artikel 12 hat der Staat für eine angemessene Versorgung vor, während und nach der Geburt zu sorgen. Was muss getan werden um diese desolate Situation in Braunschweig zu verbessern? Diese Frage wurden auf dem Podium erörtert u.a. mit Dr. Carola Reimann, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, und Veronika Bujny, Vorsitzende des Niedersächsischen Hebammnverbandes. Mehr dazu im Flyer.

Beispielhaft | Stadt Hildesheim

Die somalische Menschenrechtsaktivistin Fatuma Musa Afrah hat sich mit einem Vortrag und Workshop dem Thema "Stärkung geflüchteter Frauen"  im September 2019 in Hildesheim befasst. Geflüchtete Frauen sollten dazu ermutigt werden, ihre Zukunft in der neuen Umgebung und Heimat eigenständig, gleichberechtigt und frei zu gestalten. Die Veranstaltung diente auch dazu, die UN-Frauenrechtskonvention in die politische Praxis zu übertragen. Ziel der Konvention ist es, die Benachteiligung und Diskriminierung von Frauen zu beenden.