Foto: Tom Figiel

Grußwort der Niedersächsischen Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Dr. Carola Reimann

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

wenn Sie diese Seite aufrufen, wissen Sie vermutlich, was sich hinter dem Kürzel CEDAW verbirgt. Aber viele Menschen kennen diese Abkürzung vermutlich nicht. Dabei ist die Frauenrechtskonvention der Vereinten Nationen („Convention on the Elemination of All Forms of Discrimination Against Women“, kurz CEDAW) ein außerordentlich wichtiges Dokument. Die Konvention, die auch von Deutschland unterzeichnet wurde, verbietet die Diskriminierung von Frauen und fordert die Umsetzung von Gleichstellung. Die Mitgliedsstaaten müssen alle zwei Jahre Berichte vorlegen, in denen dokumentiert wird, wie weit sie mit dieser Umsetzung bereits sind.

Die Initiatorinnen des Projektes „Gleichstellung sichtbar machen – CEDAW in Niedersachsen“ verfolgen einen neuen Ansatz. Statt sich ausschließlich auf Defizite zu konzentrieren, zeigen sie gute Beispiele in Kommunen. Davon ausgehend entwickeln sie Ideen, wie auch die Dinge, die noch nicht so gut laufen, mit Hilfe der aufgebauten Netzwerke weiter vorangebracht werden können.
Davon profitieren alle. Andere Kommunen können sich von diesen Modellprojekten inspirieren lassen und die ausgewählten Städte werden beraten, wie sie noch erfolgreicher in ihrer gleichstellungspolitischen Arbeit werden. So werden zum Beispiel Strategien entwickelt, wie sich die Akteurinnen und Akteure vor Ort besser vernetzen können.

Als Niedersächsische Gleichstellungsministerin ist es mir wichtig, dass wir auch in Niedersachsen genau hinschauen, was in Sachen Gleichberechtigung bereits erreicht wurde und wo wir noch aktiv werden müssen. Die Umsetzung verläuft in einem Flächenland nicht überall gleich. In manchen Regionen hapert es noch, aber in vielen Kommunen gibt es bereits beeindruckende Beispiele, die werden nun sichtbar gemacht.

In der ersten Phase von „CEDAW in Niedersachsen“ werden Modellprojekte in drei Städten vorgestellt:

  • Aurich, wo es insbesondere um die „Sicherstellung der Geburtshilfe im ländlichen Raum“ geht,
  • Göttingen, wo die politische Partizipation von Frauen im Mittelpunkt steht und
  • Osnabrück, wo das leider immer noch aktuelle Problem „häusliche Gewalt“ mit dem Schwerpunkt „Hochrisikofälle“ zum Thema gemacht wurde.

Allen Besucherinnen und Besuchern der Auftaktveranstaltungen wünsche ich viele Informationen und interessante Gespräche.

Ihre

Dr. Carola Reimann

Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung