Gesunde Geburt

Was wird gebraucht?

  • Geburtsvorbereitung für Mütter und Väter Selbstbestimmung
  • Betreuung durch eine Hebamme Räumliche Nähe zur Hebamme
  • Räumlich Nähe zu Entbindungsmöglichkeiten?
  • Transparente Information über Leistungsansprüche
  • Wahlfreiheit: Hausgeburt, Klinik, Geburtshaus?
  • Natürliche Geburt oder Kaiserschnitt? Wochenbettbetreuung
  • Frühe Hilfen Informationsfluss
  • qualifizierte Ausbildung und Anerkennung des Hebammenberufs

Der Hebammenmangel ist bundesweit ein Problem. Eine flächendeckende Versorgung und Betreuung ist in den meisten Gebieten und Städten Niedersachsens nicht gewährleistet. Immer mehr Kreißsäle werden geschlossen. Es stellt eine Herausforderung dar, den Bedarf an Begleitung und Betreuung von Schwangeren zu decken.

Eine EU-Richtlinie schreibt vor, bis zum 18. Januar 2020 die Ausbildung von Hebammen und Entbindungspflegern zu akademisieren. Deutschland ist das letzte Land der EU, das diese Vorgabe noch nicht umgesetzt hat. Dem Hebammenberuf sollen so neue Perspektiven und Entwicklungspotenziale gegeben werden.

Der CEDAW-Ausschuss empfiehlt, sich dem Thema Versorgungsdienste im ländlichen Raum umfassend zu widmen.
Im Rahmen des Projektes "Gleichstellung sichtbar machen – CEDAW in Niedersachsen" können kommunale Gleichstellungsbeauftragte finanzielle Mittel beantragen, um das Thema "Gesunde Geburt" intensiv zu bearbeiten.

Gesunde Geburt auf dem Land – Hebammen für alle!
In der Modellregion Aurich/Ostfriesland wird ein wichtiges Anliegen vor Ort stärker in den Blick genommen, bei dem auch niedersachsenweit ein großer Handlungsbedarf besteht. Inbesondere im ländlichen Raum ist ein Handlungsbedarf wahrzunehmen. Die "Gesunde Geburt auf dem Land", d.h. die Versorgung von Schwangeren, Kindern und Familien in ländlichen Gebieten ist nicht flächendeckend gegeben. Es ist eine Herausforderung, die gesundheitliche Versorgung ortsnah anzubieten.
Um hier entgegenzuwirken setzt sich das Modellprojekt für die Neuausrichtung des Hebammenberufs ein. In der „Westersteder Erklärung“ plädiert ein regionales Bündnis für die Einrichtung eines Studiengangs „Hebammenwissenschaft“ im Nordwesten Niedersachsens.

Die kommunale Gleichstellungsbeauftragte kann Fördermittel beantragen und Aktivitäten initiieren, um beispielhaft aufzuzeigen, wie das Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau umgesetzt wird und was hierzu noch erforderlich ist. Das Übereinkommen wurde 1979 getroffen und von Deutschland im Jahr 1985 ratifiziert. Die Umsetzung ist für Bund und Länder verpflichtend.